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Der Rastatter Frieden (1714)

Rastatter Frieden

Der Rastatter Frieden beendete den Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714). Der Vertrag zwischen Frankreich und Österreich sah fast aus als eine Bestätigung den vorausgegangenen Frieden von Utrecht. Österreich wollte diesen ersten Vertag nicht annehmen.

In Rastatt begannen die Friedensverhandlungen am 26. November 1713. Am 6. März 1714 wurde endlich der Friede abgeschlossen. Nach dem Rastatter Frieden kam noch der Friede von Baden zwischen weiteren Kriegsbeteiligten, u.a. zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich.

Auf französischer Seite verhandelte Marschall Villars, für den Kaiser war Prinz Eugen von Savoyen der Leiter der Diplomatengruppe.

Der Rastatter Frieden (1714)

An Österreich fielen Breisach am Rhein, Freiburg im Breisgau und Kehl, die Spanischen Niederlande, Sardinien und die früher zur spanischen Krone gehörenden Teile in Italien, u.a. der Lombardei mit den Herzogtümern Mailand und Mantua, das Königreich Neapel.

Das frz. Königreich musste alle u.a. rechtsrheinischen Eroberungen im Reich räumen, blieb trotzdem im Besitz der Stadt Landau in der Pfalz mit ihrer Festung.

Der Kaiser hatte den französischen Verbündeten, Kurfürst Max Emanuel von Bayern und dem Erzbischof von Köln, Joseph Clemens von Bayern, ihren früheren Status und Besitz zurückgeben.

Das Elsass wurde auch von diesem Krieg heimgesucht, u.a. im Norden und um Hagenau.

Der Vertrag war in französischer Sprache statt dem bisher üblichen Latein abgefasst. Der Grund dafür war u.a. das geringe Vertrauen des Marschalls Villard in seine eigenen Lateinkenntnisse. Nachher entwickelte sich Französisch zur Diplomatensprache.

Der Rastatter Friedensvertag steht nicht nur als Schlussstrich des Spanischen Erbfolgekriegs, sondern beendete eine hundertjährige Periode der Religions-und Hegemonialkriege in Europa.

Er schuf das Fundament für das Aufblühen der Kulturlandschaft am Oberrhein mit den hervorragenden

Schlössern und ihren Parkanlage. Im Elsass z.B. die beiden barocken Rohan-Schlösser. Das Schloss Rastatt und die Stadt wurden zu einer der ersten barocken Planstädte Deutschlands. Das Elsass konnte sich erholen und die Einwanderung aus deutschsprachlichen Ländern wuchs.

fs